Epilepsie

Epilepsie



Die Epilepsie ist durch wiederholte Krampfanfälle gekennzeichnet. Insgesamt erleidet ein Prozent aller Erwachsenen irgendwann einen Krampfanfall. In Deutschland gibt es etwa 800 000 Epileptiker. Ein Drittel dieser Menschen hat immer wieder Anfälle, was man als Epilepsie bezeichnet. Bei etwa 25 Prozent der erwachsenen Epileptiker zeigt sich die Ursache bei eine Elektroenzephalographie (EEG), wenn ungewöhnliche elektrische Gehirnaktivitäten auftreten, oder einer Kernspintomographie (NMR), wenn in einem kleinen Gehirnbereich Narben entdeckt werden. In einigen Fällen handelt es sich um mikroskopisch kleine Narben infolge von Verletzungen bei der Geburt oder im späteren Leben. Bestimmte Anfallsleiden (wie juvenile myoklonische Epilepsie) sind erblich. In den übrigen Fällen nennt man die Epilepsie idiopathisch - d.h., es gibt keine Anzeichen für Gehirnschäden, und die Ursache der Anfälle ist unbekannt. Bei idiopathischen Epilepsien treten die ersten Anfälle meist im Alter zwischen 2 und 14 Jahren auf. Anfälle in den ersten beiden Lebensjahren beruhen dagegen gewöhnlich auf Gehirnschäden, Stoffwechselstörungen oder hohem Fieber. Setzen die Anfälle nach dem 25. Lebensjahr ein, liegen wahrscheinlich Gehirnverletzungen, ein Schlaganfall, ein Tumor oder andere Krankheiten zugrunde. Epileptische Anfälle können durch wiederholte Geräusche, blitzende Lichter, Videospiele oder sogar Berührungen an bestimmten Körperstellen ausgelöst werden. Bei einem Epileptiker können auch geringe Reize zu einem Anfall führen. Sehr starke Reize - z.B. bestimmte Drogen, ein geringer Sauerstoffgehalt im Blut oder ein sehr niedriger Blutzuckerspiegel - können sogar bei Menschen die nicht an Epilepsie leiden, einen Anfall herbeiführen.

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