| Anfallkrankheiten |
Anfallkrankheiten
Ein Krampfanfall ist die Reaktion auf eine ungewöhnliche elektrische Entladung im Gehirn. Der deutsche Begriff Krampf beschreibt den Zustand ,bei dem Muskeln stark angespannt sind, unterscheidet die verschiedenen Krämpfe aber nicht nach ihrem Auslöser. Mediziner sprechen von zerebralen Krämpfen, wenn sie solche meinen, die anfallartig vom Gehirn ausgehen und verschiedenartige Vorkommnisse und Verhaltensweisen nach sich ziehen. Alles was das Gehirn irritiert, kann einen Krampfanfall hervorrufen. Zwei drittel der Menschen die einmal einen Krampfanfall hatten, bekommen nie wieder einen. Bei einem Drittel treten danach wiederholt Anfälle auf, diesen Zustand nennt man Epilepsie. Was genau bei einem Krampfanfall passiert, hängt davon ab, welcher Teil des Gehirns von der ungewöhnlichen elektrischen Entladung betroffen ist. Die Entladung kann sich auf einen winzigen Bereich des Gehirns beschränken und lediglich dazu führen, daß der Betroffene einen seltsamen Geruch oder Geschmack wahrnimmt, oder große Gehirnbereiche umfassen. Bei einem solchen Krampfanfall treten Zuckungen und Muskelverkrampfungen im ganzen Körper auf. Auch das Bewußtsein des Betroffenen kann kurzzeitig gestört sein; Ohnmacht, Verlust der Muskel- oder Blasenkontrolle und Verwirrung können auftreten. Dem Anfall geht in vielen Fällen eine sogenannte Aura voran - ungewöhnliche Geruchs-, Geschmacks- oder Seheindrücke oder das eindringliche Gefühl, daß ein Anfall kurz bevorsteht. Manchmal sind diese Empfindungen angenehm, manchmal aber auch höchst unangenehm. Etwa 20 Prozent der Epileptiker berichten von derartigen Vorzeichen. Ein Anfall dauert in der Regel zwei bis fünf Minuten. Anschließend klagt der Betroffene unter Umständen über Kopf- oder Muskelschmerzen, ungewöhnliche Empfindungen, Verwirrung und ausgeprägte Müdigkeit. Meist weiß er nicht, was während des Anfalls geschehen ist.
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